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Unsere eigene Infrastruktur

Erst bauen,
dann zeigen.

Seit Ende Juli läuft ein eigener Server für unsere Projekte. Was da genau steht, was es kostet — und warum eine Idee jetzt in zehn Minuten unter einer cataloop.de-Adresse liegen kann statt in drei Stunden.

Worum es geht

In drei Schritten.

01

Was vorher im Weg stand

Warum eine Idee bis vor Kurzem selten weiter kam als bis zum Laptop.

02

Die Bausteine, einzeln erklärt

Fünf Teile, jedes mit einem Satz in Alltagssprache und der Frage: Was löst das?

03

Was das für Cataloop öffnet

Konkrete Anwendungen — und was ehrlicherweise noch fehlt.

Kapitel 01

01

Was vorher im Weg stand.

Ausgangslage

Drei Hürden zwischen Einfall und Ergebnis.

Hürde 01

Jeder Versuch kostet extra

Wer eine Anwendung ins Netz stellen wollte, brauchte einen Anbieter. Pro Projekt ein Vertrag, pro Vertrag eine monatliche Rechnung. Ab dem dritten Experiment wird aus einer Kleinigkeit eine Grundsatzentscheidung.

Hürde 02

Keine gute Antwort zu Daten

Die erste Frage im Beratungsgespräch ist selten technisch. Sie lautet: Wo landen unsere Daten? Auf fremden Plattformen war die ehrliche Antwort lang und umständlich.

Hürde 03

Prototypen blieben liegen

Was nur auf dem eigenen Rechner läuft, kann man niemandem zeigen. Ein Werkzeug, das im Workshop nicht aufrufbar ist, existiert für die Teilnehmenden nicht.

Der Weg einer Änderung

Vom Laptop ins Netz.

Hier entsteht es

Laptop

Wir schreiben oder ändern etwas — Text, Seite, Werkzeug.

→

Das Archiv

GitHub

Jede Version wird aufbewahrt. Nichts geht verloren, alles ist zurückdrehbar.

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Unser Grundstück

Server in Deutschland

Coolify nimmt die Änderung entgegen, verpackt sie und startet sie neu. Dauert zehn Sekunden.

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Sichtbar

lab.cataloop.de

Aufrufbar für alle, mit Schloss-Symbol im Browser.

Supabase · Datenbank in Irland

Das Gedächtnis. Alles, was sich eine Anwendung merken soll, liegt hier — innerhalb der EU.

All-Inkl · Adressverwaltung

Legt fest, welcher Name im Browser zu welchem Server führt.

Linear · Aufgabenliste

Was ansteht, was gerade läuft, was fertig ist. Verbunden mit dem Archiv.

Kapitel 02

02

Die Bausteine,
einzeln erklärt.

Baustein 01 · Das Grundstück

Ein Computer, der uns gehört
und nie ausgeht.

Bei einem Anbieter in Deutschland steht ein Rechner, den wir gemietet haben. Er läuft rund um die Uhr, hat eine feste Adresse im Netz und macht nichts anderes, als unsere Anwendungen bereitzuhalten.

Anders als der eigene Laptop geht er nie zu, und jeder kann ihn erreichen. Anders als eine gemietete Plattform bestimmen wir, was darauf läuft — und zahlen einmal statt pro Projekt.

Für Beratungsgespräche zählt vor allem der Standort: Der Rechner steht in Deutschland, die Datenbank in Irland. Kundendaten verlassen die EU nicht.

Baustein 02 · Die Hausverwaltung

Der Teil, der uns die Arbeit abnimmt.

Ein leerer Server ist erst einmal nutzlos. Coolify ist die Oberfläche darauf: Es nimmt neue Anwendungen entgegen, startet sie, hält sie am Laufen und holt automatisch die Sicherheitszertifikate, die für das Schloss-Symbol im Browser sorgen.

Es ersetzt das, wofür man sonst Heroku, Vercel oder Netlify mietet — nur läuft es auf unserem eigenen Server und kostet nichts.

Jede Anwendung bekommt ihren eigenen abgeschlossenen Bereich. Zwanzig Anwendungen auf einer Maschine stören sich gegenseitig nicht, und keine kann die andere mitreißen, wenn sie abstürzt.

Baustein 03 · Archiv und Auslöser

Speichern ist gleichzeitig
veröffentlichen.

Der gesamte Code liegt bei GitHub, in privaten Ablagen. Jede Änderung wird dort mit Datum und Begründung festgehalten. Man kann jederzeit sehen, was wann warum geändert wurde, und jeden Stand zurückholen.

Der eigentliche Kniff ist die Verbindung zum Server: Sobald eine Änderung hochgeladen wird, merkt Coolify das und baut die Anwendung neu. Zehn Sekunden vom Speichern bis zur sichtbaren Änderung — gemessen, nicht geschätzt.

Daneben läuft Linear als Aufgabenliste. Schreibt man die Aufgabennummer in die Begründung, hakt Linear die Aufgabe von selbst ab.

Baustein 04 · Das Gedächtnis

Damit sich eine Seite
etwas merken kann.

Unsere bisherigen Seiten sind statisch: Sie zeigen etwas an und vergessen es sofort wieder. Eine Datenbank ändert das. Antworten aus einem Reflexionsbogen, Anmeldungen zu einem Training, Zwischenstände eines Quiz — all das kann jetzt bleiben.

Wir nutzen Supabase, gehostet in Irland. Jede Tabelle bekommt Zugriffsregeln, die festlegen, wer welche Zeile überhaupt sehen darf. Ohne diese Regeln könnte jeder alles lesen — der häufigste Fehler in solchen Projekten.

Mitgeliefert ist eine Funktion für semantische Suche: Man findet Textstellen nach Bedeutung statt nach exakter Wortübereinstimmung. Für ein Werkzeug, das unser eigenes Material durchsucht, ist das die Grundlage.

Baustein 05 · Adresse und Schloss

Warum es cataloop.de heißt
und nicht 203.0.113.42.

Jeder Server im Netz hat eine Nummer. Damit niemand sie sich merken muss, gibt es ein Verzeichnis, das Namen in Nummern übersetzt. Dort tragen wir ein, dass lab.cataloop.de zu unserem Server führt.

Das Schloss-Symbol im Browser besorgt der Server selbst. Er fordert das Zertifikat automatisch an und erneuert es, bevor es abläuft — ein Punkt, an dem früher regelmäßig Seiten kaputtgingen.

Praktischer Nebeneffekt: Jedes Projekt kann seine eigene Unteradresse bekommen. Ein Werkzeug für ein bestimmtes Training liegt dann unter einem Namen, den man im Raum vorlesen kann.

Kapitel 03

03

Was das für
Cataloop öffnet.

Konkret

Vier Dinge, die vorher nicht gingen.

Werkzeuge für Trainings

Ein Reflexionsbogen, ein Selbsttest, ein kleiner Rechner — gebaut für ein bestimmtes Training, aufrufbar unter einer cataloop.de-Adresse. Die Teilnehmenden öffnen es im Raum auf dem eigenen Gerät, statt ein Handout zu bekommen.

Demos mit echten Kundendaten

„Wo liegen unsere Daten?" lässt sich jetzt in einem Satz beantworten: Server in Deutschland, Datenbank in Irland, kein Drittland. Das macht aus einem Bedenken einen erledigten Punkt.

Ein Werkzeug, das unser Material kennt

Unsere Texte, Frameworks und Workshop-Unterlagen in einer Datenbank, durchsuchbar nach Bedeutung. Grundlage für einen Assistenten, der aus unserer eigenen Arbeit antwortet statt aus dem allgemeinen Netz.

Seiten, die sich etwas merken

Die sechs Wege, die Drei-Fragen-Karten: bisher zum Lesen. Mit Datenbank könnten Leute ihre Antworten speichern, später zurückkommen und sehen, was sich verändert hat.

Was sich messbar geändert hat

Drei Zahlen.

15 €

im Monat, für alles zusammen

Server, Zertifikate, Datenbank, Code-Ablage, Aufgabenliste. Auf derselben Maschine ist Platz für zehn bis zwanzig weitere Anwendungen — ohne einen Cent mehr.

10 Sek.

von der Änderung bis live

Gemessen am 27. Juli. Speichern, hochladen, Seite ist aktuell. Der allererste Aufbau einer neuen Anwendung dauert ein bis drei Minuten.

10 Min.

für die nächste Anwendung

Beim ersten Mal waren es drei Stunden. Der Weg ist inzwischen bekannt und aufgeschrieben — deshalb wird es beim zweiten Mal eine Kaffeepause.

Der eigentliche Unterschied

»Ein Versuch kostet jetzt
nichts außer Zeit.«

Damit ändert sich, welche Ideen wir überhaupt zu Ende denken.

Ehrlich bleiben

Was noch fehlt.

Offen 01

Keine Sicherungskopien

Weder Datenbank noch Server werden gesichert. Für die erste Testseite reicht das. Für alles, wo echte Daten drinstehen, muss das vorher geregelt sein.

Offen 02

Die Datenbank schläft ein

Der kostenlose Tarif pausiert nach sieben Tagen ohne Zugriff. Aufwecken dauert eine halbe Minute — nur eben nicht in dem Moment, in dem man sie jemandem zeigen will.

Offen 03

Die Verwaltung steht offen

Die Coolify-Oberfläche ist derzeit von jeder Adresse im Netz erreichbar. Sie gehört auf unsere eigene begrenzt, bevor dort etwas Wichtigeres liegt.

Nächster Schritt

Was bauen wir
zuerst?

Kontakt info@cataloop.de · cataloop.de
Natalie Kuba & Luca Curella